Ich habe selten so sehr mit zwei Figuren mitgefühlt wie mit Maja und Djamal. Ihre Geschichte ist voller Reibung, Hoffnung – und einem Bruch, der selbst mir beim Schreiben das Herz zerrissen hat.
Maja und Djamals Geschichte neigt sich dem Finale
Manchmal fühlt sich das Schreiben an wie ein wilder Tanz zwischen Herz und Verstand. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf, und ich merke, wie sehr mir meine Figuren ans Herz wachsen. Maja und Djamal – zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Und doch berühren sie mich auf eine ganz besondere Weise. Jeden Tag lerne ich sie ein Stückchen besser kennen, liebe sie für ihre Stärken, leide mit ihnen in ihren Schwächen. Es ist eine seltsame, fast intime Verbindung, die entsteht. Und tief in mir wächst die Hoffnung, dass sie trotz all ihrer Unterschiede – Herkunft, Kultur, Träume – irgendwie zueinander finden. Ob das Schicksal ihnen gnädig ist? Ich weiß es noch nicht. Aber ich wünsche es ihnen von Herzen.
Es ist eine Geschichte voller Spannung, voller unausgesprochener Worte und flüchtiger Blicke – ein ständiges Knistern in der Luft. Maja und Djamal kämpfen mit aller Kraft gegen das, was zwischen ihnen aufkeimt. Djamal, der disziplinierte, kontrollierte syrische Arzt, hat in seinem Leben viele Tiefschläge erlebt. Doch er ist immer wieder aufgestanden, allein, mit Würde. Und dann trifft er auf Maja – in seinen Augen eine unterkühlte Prinzessin, verwöhnt, mit dem goldenen Löffel im Mund, ohne Kampfgeist. Und Maja? Sie sieht in diesem, zugegeben gutaussehenden, Mann einen Erbschleicher. Einen, der sich in das Herz ihrer Großmutter geschlichen hat, um an ihr Geld zu kommen. Sie hasst ihn – aus tiefstem Herzen – und deutet jedes seiner Bemühungen um Frieden als Angriff. Für sie ist er der Grund, warum sie am Boden liegt, und in ihren Augen geht es nur noch weiter bergab.
Und doch – ganz leise, fast unmerklich – beginnt sich etwas zu verändern. Der Hass verliert an Schärfe, und da sind plötzlich andere Gefühle. Zweifel. Neugier. Vielleicht sogar Sehnsucht. Doch genau in dem Moment, als sich zwischen ihnen etwas wandeln könnte, passiert etwas Unfassbares. Etwas, das alles zum Stillstand bringt. Ihre zarte Annäherung wird jäh zerstört, bevor sie überhaupt wirklich beginnen kann. Was auch immer da zwischen ihnen war – es hat keine Chance mehr. Für beide bricht eine Welt zusammen, doch sie müssen lernen, damit allein klarzukommen. Getrennt. Denn ein Miteinander wird es nicht geben.
Bild KI Generiert